Nur wenn die Innenfolie stramm sitzt, ist das Becken später faltenfrei

Schwimmbadfolien werden grundsätzlich etwas kleiner (0,5 - 1%) als das tatsächliche Beckenmaß angefertigt. Dies ist erforderlich, um eine faltenfreie Passgenauigkeit zu erreichen. Wenn die Folie nach dem Einbau etwas spannt, stellt dies kein Problem dar. Beim Befüllen des Beckens mit Wasser gibt die Folie nach, sie hat eine Dehnungsfähigkeit von ca. 20%. Die Folie reagiert aufgrund ihres Materials auf Kälte und Wärme, deshalb ist es wichtig, beim Einbau der Innenhülle auf die richtige Außentemperatur zu achten: Nicht unter 15°C Lufttemperatur und auch nicht bei starkem Sonnenschein.
Bitte beachten Sie: Bei einem Wasserwechsel die Folie nie länger als einen Tag austrocknen lassen, bei längeren Zeiträumen  geht die Dehnfähigkeit infolge von Weichmacherverlust verloren.
Den Einbau der Schwimmbadfolie nie in Schuhen, sondern in Socken oder barfuss erledigen. Alle Werkzeuge oder spitze Gegenstände vom Becken fernhalten, sofern diese nicht zum Einschneiden der Armaturen benötigt werden. Achten Sie schon beim Auspacken der Folie darauf, nicht mit einem Messer oder Teppichschneider in die Verpackung zu bohren, damit es nachher keine unliebsamen Überraschungen gibt.

Vor dem Verlegen kommt putzen und schützen

Bevor die Innenhülle in das Becken eingebaut wird, muss der Boden völlig frei von Steinen und Unebenheiten sein. Zum Schutz ist als Unterlage ein Schutzvlies zu empfehlen.
Wichtig: Zur Vermeidung von Pilz- oder Algenbefall aus dem Unterboden ist es ratsam, als Trennlage eine Bodenschutzplane aus Polyethylen (PE) zu verwenden. Diese nicht auf Stoß, sondern mit 10cm Überlappung verlegen.
Alle Innenhüllen werden in der Produktion zuerst der Länge nach zur Mitte gefaltet und dann vom Ende aus zusammengerollt. Dies bedeutet, die Schwimmbad-Innenhülle wird nach dem Auspacken an eine Stirnseite des Beckens gelegt und dann zur gegenüberliegenden Seite hin ausgerollt. Anschließend wird die gefaltete Folie zu den Seiten hin ausgeklappt und auseinander gezogen.

Jede Beckenform verlangt eine andere Vorgehensweise

Bei Stahlwandbecken wird die Folie anschließend nach oben gezogen, das angeschweißte Profil wird über die Kante des Stahlmantels geklemmt.
Achtung: Um die Folie problemlos korrigieren zu können, klemmen Sie sie nicht mit dem Handlauf provisorisch fest, beim Abnehmen könnten Beschädigungen entstehen. Nehmen Sie zur ersten Befestigung Wäscheklammern, die Sie alle 50cm befestigen.
Die jetzt folgende Korrektur des Bodens und der Wand sind für einen faltenfreien Sitz besonders wichtig. Der Folienboden muss in die Kehlen gezogen werden, so dass die äußere Schweißnaht, die den Folienboden mit der Wandfolie verbindet, möglichst nah an die Kehlen herankommt. Achten Sie hier besonders darauf, daß die Bodennaht auf allen Seiten einen gleichmäßigen Abstgand zur Kehle hat. Anschließend wird die Wandfolie senkrecht hochgezogen, ohne dass sich dabei Schrägfalten bilden. Sollte dies doch passieren, wird vom oberen Rand aus entsprechend korrigiert.
Bei Rechteckbecken muss die Innenfolie in das vorhandene Profil eingehängt werden, wobei dies immer von der Mitte aus und mit 2 Personen gemacht wird. Sollte die Folie beim Einhängen der Biese zu kurz erscheinen, muss sie mit der warmen Hand oder bei tiefen Temperaturen mit einem Herissluftföhn erwärmt und nachgezogen werden.
Wichtig: Bleiben Sie ab dem Beginn der Befüllung so lange barfuss im Becken, bis die Folie auf dem Boden völlig glatt liegt. Ab einem Wasserspiegel von 3 - 5cm ist eine Korrektur nicht mehr möglich.
Sollten noch Schräg- oder Querfalten an der Wandfolie vorhanden sein, können diese jetzt durch Ausrichten der Einhängebiese oder Versetzen der Keilbiese beseitigt werden. Erst danach werden die Wäscheklammern nach und nach entfernt und gleichzeitig der Handlauf aufgesteckt. Das Eindichten der Einbauteile erfolgt erst, wenn die Folie in der endgültigen Position ist.

Folgende Pflegehinweise sollten Sie beachten, damit Ihre Pool-Innenfolie lange schön bleibt:

Achten Sei darauf, dass ungelöste Chlorprodukte (Tabletten oder Granulat) nicht direkt mit der Folie in Berührung kömmen. Unsachgemäßer Einsatz von Aktiv-Sauerstoff und Chlorprodukten kann Folienschäden verursachen.
Terrassenöl, z.B. für Teakholzmöbel, das durch Regen abgewaschen wird, darf nicht direkt an die Folie gelangen, da es sonst zu Verfärbungen kommen kann.
Die Innenfolien sind hitzebeständig bis zu einer Wassertemperatur von 30°C. Bei höheren Dauertemperaturen (z.B. durch transparente Schiebehallen) empfehlen wir den Einsatz von hitzebeständigen Folien (bis +38°C).
Sollten auf dem Beckenboden ohne Einsatz einer Bodenschutzplane große dunkelbraune oder schwarze Flecken entstehen, können diese evtl. durch eine Schockchlorung entfernt werden. Eine Garantie hierfür besteht jedoch nicht.